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Pinot Noir – Südafrikas Cool-Climate-Rebe

Pinot Noir ist Südafrikas Cool-Climate-Rebe: 1975 kaufte Tim Hamilton Russell Land im Hemel-en-Aarde-Tal („Himmel und Erde“) bei Hermanus, 1981 erschien sein erster Jahrgang. Heute entstehen in kühlen, küstennahen Lagen Rotweine mit feiner Frucht, lebendiger Frische und Finesse.

Für Liebhaber eleganter, filigraner Rotweine – etwa zu Geflügel, Pilzgerichten oder Lachs – können Sie bei uns Pinot Noir Wein kaufen, von Hamilton Russell bis Bouchard Finlayson.

Pinot Noir am Kap: Ein Pionier im Tal von Himmel und Erde

Hemel-en-Aarde bedeutet auf Afrikaans „Himmel und Erde“. Hier kaufte Tim Hamilton Russell 1975 ein Gut von 172 Hektar. 1976 wurden die Reben gepflanzt, 1981 kam der erste Jahrgang auf den Markt [1]. Sein Kurs war damals ein Gegenentwurf zum muskulösen Rotweinstil des Western Cape: Er setzte allein auf Pinot Noir und Chardonnay in einem kühlen, vom Meer geprägten Klima [1]. Sein Sohn Anthony übernahm 1991 und führte das Gut als reinen Pinot-Noir- und Chardonnay-Betrieb weiter [1]. Hamilton Russell ist bis heute auf diese beiden Rebsorten spezialisiert.

1989 gründeten Peter Finlayson und Paul Bouchard aus der Burgunder-Familie Bouchard Aîné & Fils in Beaune direkt nebenan Bouchard Finlayson. Der erste Jahrgang folgte 1991 [2]. Der Weinberg arbeitet nach burgundischen Prinzipien, mit bis zu 9.000 Reben pro Hektar auf Böden aus Bokkeveld-Schiefer [2]. Galpin Peak, das Flaggschiff des Guts, zeigt rote Kirsche, Granatapfel und herzhafte Kräuter [2]. Um die Jahrtausendwende gab es im Tal nur sechs Weingüter, 2004 waren es 14, heute rund 20 [4].

Kühles Klima, helle Frucht

Walker Bay und Elgin gehören zu den kühlsten Weinbauregionen Südafrikas [3]. Die Brise von der Bucht ist durch den Benguela-Strom gekühlt [4], die Reifezeit ist deutlich länger als in wärmeren Gebieten [3]. In Hemel-en-Aarde unterscheidet man drei Herkünfte: Hemel-en-Aarde Valley, Upper Hemel-en-Aarde Valley und Hemel-en-Aarde Ridge [4].

Aromen und Stil

Typisch sind Kirsche, Himbeere, Cranberry und Waldbeeren, dazu florale Noten und feine Würze. Der Pinot Noir ist meist hell- bis rubinrot, mit feinkörnigen Tanninen und lebendiger Säure. Am Gaumen ist er seidig, mit langem, leicht mineralischem Abgang. Mit der Reife gewinnt er an Komplexität.

Weitere Namen im Tal

Zu den weiteren Gütern der Region zählen laut Grape Guru Ataraxia (seit 2004), Crystallum und Creation [3].

Passende Speisen

Geflügel, Kalb, Wildgeflügel, Pilzgerichte, Trüffel, Lachs und gereifte Weichkäse.

Pinot Noir aus Südafrika bei uns kaufen

In unserem Sortiment finden Sie Pinot Noir von Hamilton Russell, Bouchard Finlayson, Ataraxia, Crystallum und Creation sowie von weiteren Gütern aus Walker Bay, Elgin und Stellenbosch.

Häufige Fragen zu Pinot Noir aus Südafrika

  • Wer begann mit Pinot Noir im Hemel-en-Aarde-Tal?

Tim Hamilton Russell kaufte 1975 Land im Tal, 1976 wurde gepflanzt, 1981 erschien der erste Jahrgang. Sein Sohn Anthony übernahm 1991.

Was bedeutet Hemel-en-Aarde?

Der Name ist Afrikaans und bedeutet „Himmel und Erde“. Das Tal liegt bei Hermanus in der Weinregion Walker Bay.

Warum gedeiht Pinot Noir in Walker Bay und Elgin?

Beide Regionen gehören zu den kühlsten Südafrikas. Die Brise vom Meer sorgt für eine lange Reifezeit.

Was verbindet Bouchard Finlayson mit dem Burgund?

Das Gut wurde 1989 von Peter Finlayson und Paul Bouchard aus Beaune gegründet. Es arbeitet nach burgundischen Prinzipien, mit bis zu 9.000 Reben pro Hektar.

Wie schmeckt südafrikanischer Pinot Noir?

Nach Kirsche, Himbeere, Cranberry und Waldbeeren, mit floralen Noten, feiner Würze, seidiger Textur und lebendiger Säure.

Wie hat sich die Zahl der Weingüter im Hemel-en-Aarde-Tal entwickelt?

Um die Jahrtausendwende gab es sechs, 2004 waren es 14, heute rund 20.

Welche Speisen passen zu Pinot Noir?

Geflügel, Kalb, Pilzgerichte, Lachs und gereifte Weichkäse.

Wird Pinot Noir gekühlt getrunken?

Ja, leicht gekühlt. Pinot Noir schmeckt am besten bei etwa 14 bis 16 °C, also etwas kühler als die meisten Rotweine. Bei dieser Temperatur kommen Frische und Frucht zur Geltung und die Säure wirkt lebendig statt schwer. Eiskalt sollte er nicht sein, denn dann treten die Aromen in den Hintergrund. Eine halbe Stunde im Kühlschrank reicht meist aus.

Worin unterscheidet sich Pinot Noir von Syrah?

Pinot Noir ist heller, feiner und filigraner, Syrah dunkler, kräftiger und würziger.