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Shiraz & Syrah – Südafrikas Rhône-Rebe mit Eleganz

Shiraz und Syrah sind Südafrikas Rhône-Rebe mit zwei Gesichtern: kraftvoll und fruchtig als Shiraz, fein und würzig als Syrah – beide mit Eleganz. Belegt ist die Rebe am Kap seit Ende der 1890er-Jahre auf Groot Constantia, heute wächst sie von der Küste bis ins Swartland.

Für Liebhaber ausdrucksstarker Rotweine – etwa zu Steak vom Grill, Wild oder Schmorgerichten – können Sie bei uns Shiraz und Syrah Wein kaufen, von Boekenhoutskloof bis Porseleinberg.

Shiraz in Südafrika: Vom Irrtum zum Boom

Die Geschichte von Shiraz und Syrah am Kap beginnt mit einer Verwechslung. Im 19. Jahrhundert hieß dort eine Rebe „Hermitage“, nach dem berühmten Rhône-Wein. Tatsächlich war es Cinsaut [1]. Das bemerkte JP de Waal, ab 1890 Verwalter von Groot Constantia, um 1900 auf einer Reise durch Australien. Er empfahl der Regierung, australisches Shiraz-Pflanzgut zu importieren, und Stecklinge aus Südaustralien kamen Anfang des 20. Jahrhunderts ans Kap [1]. Als erste bestätigte Pflanzung gelten Weinberge auf Groot Constantia Ende der 1890er-Jahre [2]. Die Quellen unterscheiden sich im genauen Zeitpunkt.

1957 füllte Bernard Podlashuk, der „Vater des Shiraz in Südafrika“, unter dem Label Bellingham den ersten sortenreinen Shiraz ab [2][3]. 1963 folgte Groot Constantia [2]. Ende der 1970er-Jahre gab es nur rund 20 Shiraz-Weine [2]. Mit dem internationalen Boom der frühen 1990er-Jahre wuchs die Rebfläche von etwa 900 Hektar (1992) auf rund 10.000 Hektar (2009) [2].

Shiraz oder Syrah? Der Stil entscheidet

Beide Namen bezeichnen dieselbe Rebsorte. In Südafrika steht „Shiraz“ meist für fruchtbetonte, kraftvolle Weine, „Syrah“ für Weine im Old-World-Stil mit Tiefe und Reifepotenzial [3]. Die Grenzen verschwimmen allerdings. Die Weine verbinden die Kraft der Neuen Welt mit klassischer Eleganz. Typisch sind dunkle Beeren, Pfeffer, Kräuter, Schokolade und Rauch sowie Vanille aus dem Ausbau im Holz, am Gaumen voll, seidig und mit langem Abgang.

Swartland: Schiefer, Fynbos und Syrah-Lagen von Rang

Im Swartland gedeiht die Rebe im trockenen, mediterranen Klima auf Schieferböden, umgeben von Fynbos [3]. Shiraz liegt dort hektarmäßig fast gleichauf mit Cabernet Sauvignon [3]. Master of Wine Tim Atkin hat einzelne Swartland-Lagen zu den größten Syrah-Standorten der Südhalbkugel gezählt [3]. Zu den Namen zählen Sadie Family Wines und Porseleinberg [3].

Passende Speisen

Gegrilltes Fleisch, Steaks, Wild und deftige Eintöpfe harmonieren mit kraftvollem Shiraz. Gereifte Käse passen zu intensiv gerösteten und gewürzten Gerichten.

Shiraz und Syrah aus Südafrika bei uns kaufen

In unserem Sortiment reicht die Auswahl von zugänglichen Shiraz wie Spier und Cloof über Thelema und La Motte bis zu den Ikonen von Boekenhoutskloof, Sadie Family Wines und Porseleinberg.

Häufige Fragen zu Shiraz und Syrah aus Südafrika

  • Seit wann wächst Shiraz in Südafrika?

Als erste bestätigte Pflanzung gelten Weinberge auf Groot Constantia Ende der 1890er-Jahre. Australisches Pflanzgut kam Anfang des 20. Jahrhunderts hinzu.

Was ist der Unterschied zwischen Shiraz und Syrah?

Es ist dieselbe Rebsorte. „Shiraz“ steht in Südafrika meist für fruchtbetonte, kraftvolle Weine, „Syrah“ für Old-World-Stile mit mehr Tiefe und Reifepotenzial. Die Grenzen verschwimmen.

Was hatte die „Hermitage“ am Kap mit Shiraz zu tun?

Im 19. Jahrhundert hieß am Kap eine Rebe „Hermitage“, tatsächlich war es Cinsaut. Nach dieser Entdeckung um 1900 wurde australisches Shiraz-Pflanzgut importiert.

Wer füllte den ersten sortenreinen Shiraz Südafrikas ab?

Bernard Podlashuk, der „Vater des Shiraz in Südafrika“, brachte 1957 unter dem Label Bellingham den ersten sortenreinen Shiraz auf den Markt.

Wie hat sich die Anbaufläche entwickelt?

Von rund 900 Hektar im Jahr 1992 auf etwa 10.000 Hektar im Jahr 2009, ausgelöst durch den internationalen Boom der 1990er-Jahre.

Warum gilt das Swartland als Spitzenregion für Syrah?

Trockenes, mediterranes Klima, Schieferböden und Fynbos prägen die Weine. Tim Atkin zählte einzelne Lagen zu den größten Syrah-Standorten der Südhalbkugel.

Wie schmeckt südafrikanischer Shiraz?

Nach dunklen Beeren, Pfeffer, Kräutern, Schokolade und Rauch, im Holzausbau auch nach Vanille – voll, seidig und mit langem Abgang.

Welche Speisen passen zu Shiraz und Syrah?

Steaks, gegrilltes Fleisch, Wild, deftige Eintöpfe und gereifte Käse.