Die Reise einer Traube – Vom Weinberg in Ihr Glas
Magazin | Journal Weinkunde, Südafrika
Der Weg von der Rebe zum Glas ist eine Frage von Wissenschaft und Umständen. Es gibt viele Rebsorten, die als Rebsorten bekannt sind. Beispielsweise ist die Chardonnay-Traube grün und produziert weißen oder „blanc“ Chardonnay-Wein. Jede Sorte wird von Bodentyp, Klima, Wind und landwirtschaftlichen Praktiken beeinflusst und bringt unterschiedliche Eigenschaften hervor. In Südafrika darf man keine Aromen hinzufügen. Wenn Chardonnay Vanillenoten haben soll, werden spezifische Weinherstellungsprozesse erforderlich. Das Altern in Holz kann entscheidende Geschmäcker und Aromen erzeugen. Aber wie wird aus einer Traube an einem Weinstock ein Chardonnay-Wein, und wie gelangt diese Traube von einem Weinstock in Ihr Weinglas?
Schritt 1: Weinernte
Das bekannte Kochbuch von Olive Hamilton Russell, „A Year on a Cape Wine Estate Entertaining at Hamilton Russell Vineyards“, beschreibt die Weinherstellung durch die Jahreszeiten. In Südafrika beginnt die Traubenernte in der Regel im Februar und dauert je nach Reifegrad der Trauben ein paar Wochen. Die Trauben werden nach Süße, Geschmack und Säure geerntet. Olive schreibt: „Februar ist der Monat der Ernte: Der Höhepunkt der Natur und was das gesamte Jahr im Weinberg vorbereitet hat.“ Die Traubenernte erfolgt vorwiegend von Hand, um die besten Trauben zu sichern, da Maschinen die Reben schädigen können. Überreife oder minderwertige Trauben werden aussortiert. Die Ernte beginnt früh morgens, um der Hitze im Februar zu entkommen. Die Trauben werden in Körben gepflückt und in den Keller transportiert.
Schritt 2: Quetschen der Trauben im Keller
Der Winzer Chris Albrecht von Bouchard Finlayson beschreibt das Crush-Pad als „einen Bienenstock voller Aktivität“ während der Erntezeit. Auf dem Crush Pad, das als übergangsbereich wirkt, werden die Trauben zerkleinert, entrappt und in Fässer oder Tanks gefüllt. Dieses geschäftige Umfeld ist entscheidend für die Überwachung des Übergangs von der Traube zum Wein. Früher wurden Trauben traditionell zertreten, jetzt geschieht dies meist mechanisch. Während des Zerkleinerns werden Stiele, Schalen und andere feste Stoffe oft getrennt, um unerwünschte Tannine und Farben zu vermeiden. Bei Rotweinen werden Tannine aus den Kernen und Schalen bei der Gärung extrahiert.
Schritt 3: Fermentation
Der Prozess, bei dem Zucker aus Früchten in Alkohol umgewandelt wird, nennt man Fermentation. Diese kann innerhalb von 6-12 Stunden beginnen, oft parallel zum Zerkleinern. Winzer fügen häufig Hefe hinzu, um die Gärung zu unterstützen, wobei die Wahl der Hefe den Geschmack und die Konsistenz des Weins erheblich beeinflussen kann.
Schritt 4: Filtration oder Schönung
Um die Klarheit zu erreichen, werden Tannine, Hefe und andere Materialien aus dem Wein entfernt. Filter sammeln größere Partikel, während bei der Schönung verschiedene Stoffe zugeführt werden, um die Klarheit zu verbessern.
Schritt 5: Flasche oder Fass
Nachdem die Chardonnay-Traube erfolgreich zerkleinert, fermentiert und geklärt wurde, rollt sie auf Ihr Weinglas zu. Die Reifung kann in Flaschen oder Fässern erfolgen, wobei der Holzgeschmack und die Eigenschaften den Wein prägen.
Schritt 6: Genießen
Nach dem gesamten Prozess kommt der besondere Moment, in dem die Flasche geöffnet und der Wein eingeschenkt wird. Es ist der Augenblick, an dem wir den Weg von der Traube zum Glas schätzen.