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Stellungnahme von Vinpro und WoSA zu den USA-Waffenhandel Vorwürfen


Die unmittelbare Marktreaktion auf die Anschuldigungen des US-Botschafters in Südafrika bezüglich Waffenlieferungen an Russland war ein dramatischer Rückgang des Rand gegenüber dem Dollar, was die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe unterstreicht.

Die offizielle Stellungnahme der südafrikanischen Wirtschaft

Vinpro und Wines of South Africa (WoSA) halten die Reaktion der Regierung für unzureichend. Diese Unsicherheit bringt die südafrikanische Wirtschaft, die bereits unter dem Druck des Lastabwurfs leidet, noch stärker in Bedrängnis, wodurch eine Schrumpfung von bis zu 2 % des BIP-Wachstums zu erwarten ist. Dies können sich Südafrika und die Weinindustrie nicht leisten.

Südafrika ist der neuntgrößte Weinproduzent weltweit und erzeugt etwa 4 % des globalen Angebots. Die Weinindustrie trägt jährlich über 55 Milliarden Rand zum BIP bei und beschäftigt 269 069 Menschen im gesamten Wertschöpfungsprozess.

Sollten sich die Anschuldigungen bewahrheiten, könnte dies gravierende negative Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen haben, insbesondere in Bezug auf den Zugang zu den US-Märkten im Rahmen des Africa Growth Opportunity Act (AGOA), der bald neu verhandelt wird.

Die Weinexporte sind eine notwendige Stabilitätsquelle für die südafrikanische Weinindustrie. Jährlich exportiert Südafrika Weine im Wert von 10,5 Milliarden Rand in über 125 Länder, wobei die USA zu den fünf wichtigsten Märkten mit einem Wert von 800 Millionen Rand im Jahr 2022 gehören. Diese Anschuldigungen könnten auch andere Risiken für den Tourismus und den internationalen Ruf der Weinindustrie darstellen.

Vinpro und WoSA fordern Präsident Ramaphosa und die Regierung auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass diese Vorwürfe an Bedeutung gewinnen und um die wirtschaftlichen Interessen Südafrikas zu schützen.

Ein kurzer Einblick in die Hintergründe der sympathisierenden Staaten

Die Sowjetunion unterstützte den ANC im Kampf gegen die Apartheid und trug maßgeblich zur Abschaffung des Unrechtregimes bei. Vor 1991 stellte die Sowjetunion dem ANC Waffen, militärische Ausbildung und medizinische Versorgung zur Verfügung. Dies erklärt eine gewisse Loyalität des ANC gegenüber Russland.

Angesichts der aktuellen Kriegsverbrechen in der Ukraine könnte es vorteilhaft für die südafrikanische Regierung sein, sich von den bestehenden Loyalitäten zu distanzieren und Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen.