Abschiedsschmerz aus Südafrika
Magazin Love SA, Südafrika
Wie kalt es hier bei Ihnen geworden ist! Wir hoffen, dass das viele Grau Ihnen keine trüben Gedanken macht. Wir sprechen aus eigener Erfahrung, da wir seit kurzem in unserem Büro in Schondorf sitzen und versuchen, uns wieder an die kälteren Temperaturen zu gewöhnen. Sobald man zurück ist, bringt der Alltag einem schnell wieder ein. Aber die Abreise – besonders die Tage davor – sind für uns dennoch immer eine schwere Bürde.
Kennen Sie das Gefühl? Wenn ein geliebter Mensch abreist oder Sie sich von etwas verabschieden müssen, das Ihnen wichtig ist? Vielleicht ein Ort oder ein Gefühl, das sich einfach „richtig“ anfühlt, aber leider nicht dauerhaft sein kann? So ist es uns mit Südafrika ergangen.
Jedes Mal überkommt uns eine Traurigkeit, die stetig wächst, bis wir am letzten Abend schließlich beim Abendessen sitzen und am liebsten in Tränen ausbrechen würden. Vielleicht ist auch ein wenig Angst dabei – wer weiß, wann es das nächste Mal sein wird oder ob es gar ein Abschied für immer ist.
Um all jenen, die solche Empfindungen erleben, einen Eindruck zu vermitteln, haben wir heute ein paar Collagen vorbereitet:
Die Zusammenarbeit mit unseren Weinpartnern
Der persönliche Kontakt zu unseren Partnern am Kap ist ein zentraler Teil unserer Arbeit. Wie könnten wir Ihnen die Geschichten dieser Weingüter erzählen, ohne die Farmen zu kennen, die dahinterstehenden Menschen und deren Ideen zum Weinmachen? Natürlich harmoniert man nicht mit jedem Winzer, aber viele teilen eine Leidenschaft. Das führt oft zu wertvollen Begegnungen – sowohl beruflich als auch menschlich. Einige unserer Partner sind uns über die Jahre zu Freunden geworden. Und ja, wir vermissen sie sehr.
Die glücklichen Kinder
Wir haben selbst keine Kinder, aber dafür verbringen wir viel Zeit mit den Kindern, die wir durch unsere Arbeit für „Lebenslinien“ treffen. Ihr Lachen und das Wissen, dass wir sie nachhaltig unterstützen können, ist unglaublich bereichernd – und nahezu süchtig machend. Jeder dieser Momente ist jede Mühe wert.
Die faszinierende Natur
Die Natur am Kap ist einmalig. Auf kleinster Fläche findet man eine Diversität, die ihresgleichen sucht: das Meer, die Strände, Berge, Parks – und eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Dieses Zusammenspiel macht die Region für uns zum schönsten Reiseziel der Welt.
Die Tiere im Garten und am Vogelhaus
Selbst in unserem Garten gibt es täglich viel Freude. Auch wenn uns manchmal die "Hadidas" wecken, die laut schreiend ankommen und die armen Würmer aus dem Boden ziehen.
Von unserem Büro aus beobachten wir Tiere, von denen wir uns nur schwer trennen können. Und dann gibt es noch unser „Vogelhaus“: eine einfache Flasche mit Zuckerwasser, die – wenn richtig aufgehängt – schnell die buntesten Zuckervögel und Kolibris anlockt. Es ist ein Genuss, ihnen beim Trinken zuzusehen oder wenn sie um die besten Plätze kämpfen. Es versteht sich von selbst, dass unser „Vogelhaus“ immer gut gefüllt ist.
Außerdem gibt es noch unsere „Gini-Familie“, wie wir sie nennen. Ginis sind „Guinea Fowls“, die in großer Zahl in den Bäumen vor unserem Grundstück übernachten und ihre flugunfähigen Küken gerne im Schutz unseres Gartens aufziehen. Auch wenn sie stets die Beete verwüsten – auf sie verzichten möchten wir nicht.
Das Wetter und die Lebensqualität
Das Wetter müssen wir Ihnen nicht extra zeigen, oder? Die unglaubliche Lebensqualität – sei es menschlich, kulinarisch oder vinophil – führt dazu, dass der Abschied noch schwerer fällt.
Was kommt als Nächstes?
Wann Sie Ihr „Päckchen Abschiedsschmerz“ am Kap wieder packen, ist ungewiss. Was uns betrifft: Wir zählen bereits die verbleibenden Flaschen Kapwein, die wir noch genießen dürfen, bevor es Ende des Monats wieder zurück zum besten Kap der Welt geht.
Wir wünschen Ihnen eine frohe Adventszeit und immer das passende Glas Wein zur Hand!