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Wie geht’s weiter mit Südafrikas Weinindustrie

Was bedeutet das für den Weintourismus in Südafrika?

Das völlige Verbot des lokalen Verkaufs von Alkohol in den ersten neun Wochen der nationalen Sperrung hat verheerende wirtschaftliche Auswirkungen auf den gesamten Sektor gehabt, da er in diesem Vakuum ums Überleben gekämpft hat.

Die globale Unsicherheit und die Herausforderung in den Häfen für den Export verschärften die Situation. Denn Wein durfte auch nicht exportiert werden.

Marisah Nieuwoudt, Managerin für Weintourismus bei Vinpro, informiert über den südafrikanischen Weintourismus und die Weinindustie im allgemeinen. Als Kollektiv hat das South African Wine Routes Forum, bestehend aus 19 Weinroutenmanagern des Landes, zusammen mit Vertretern von Vinpro, WoSA und Wesgro daran gearbeitet, dass südafrikanische Weingüter über sachliche, relevante und umsetzbare Informationen verfügen.

Die Gruppe führte im April eine Online Umfrage zur Geschäftskontinuität durch, die in nur drei Tagen von 104 Weingütern beantwortet wurde. Sie erläutert ihre Bereitschaft zur Wiedereröffnung der Weingüter bei reduzierter Kapazität und zu Schritten, die die Infektionsrisiken mindern. Außerdem wurden die Auswirkungen der Wiedereröffnung auf die Weinwertschöpfungskette erläutert.

Das Ziel der Branche ist es die Wertschöpfungskette der Weinindustrie und des Weintourismus so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.

Man hat immer im Blick, dass die südafrikanische Weinbranche 300.000 Menschen Arbeit gibt, die man natürlich gerne erhalten möchte! Dies wird wohl ein langer, steiniger Weg.

Durch den Wechsel auf Level 3 am 1.Juni ging ein großes Aufatmen durch die Reihen der südafrikanischen Weinindustrie. Der heimische Verkauf von Wein wurde wieder gestattet, was eine dringend benötigte Erleichterung war.

 

Erleichterungen seit dem 1.Juni

 

-         Wanderwege und Radwege sind wieder geöffnet, was ein wichtiger Schritt für die Weingüter war; Verbraucher können die großen Freiflächen der Weingüter nutzen

-         Restaurants können Mitnahmeservice anbieten, auch für Wein, was bis dahin verboten war

-         Wein darf zu Hause konsumiert werden, nicht aber in der Öffentlichkeit oder auf dem Weingut; dies führte zu einigen neuen Ideen bei der Lieferung von Lebensmitteln

Zwei Erleichterungen sollten ursprünglich erst in Level 2 umgesetzt werden, wurden aber seit dem 17. Juni schon in Level 3 gehoben.

-         Wie bei uns dürfen Restaurants wieder öffnen, mit geringerer Auslastung

-         Kommerzielle Hotels und B&B dürfen wieder öffnen für inländische Übernachtungen

Außerdem sollen Weingut Spas, Konferenzen für Arbeitszwecke, Kinos, Theater und Golfplätze öffnen.

 

Innovativ und inspirierend

 

Wir sind beeindruckt und inspiriert von dem Einfallsreichtum der südafrikanischen Weinindustrie in diesen herausfordernden Zeiten. Es wurden z.B. innovative Produkte entwickelt, um den Onlinehandel zu beschleunigen. Das Team von Aware.org.za entwickelte z.B. eine App für Mobilgeräte, und stattete damit Restaurants aus, für verantwortungsvollen Handel mit Alkohol , zum Konsum zu Hause.

Die vielen Köche, die in den geschlossenen Restaurants nicht kochen konnten, zeigten, dass ihr Herz am rechten Fleck sitzt und sie kochten für die vielen notleidenten Gemeinden.

Große Unternehmen produzierten und spendeten tausende von Litern Handdesinfektionsmittel für die Schwächsten und Ärmsten.

Dies sind nur einige Beispiele…..

 

Wie geht es weiter?

 

Das ist natürlich ein Blick in die Glaskugel. Aber man plant für das nächste halbe Jahr einen sorgfältigen Spagat zwischen Wiederherstellungsstrategien zum „normalen“ Betrieb und den Ansteckungszahlen.

Durch das Alkoholverbot in den vergangenen zehn Wochen wurden der Bevölkerung und der Regierung drastisch vor Augen geführt, wie extrem Alkoholmissbrauch und Gewalt zusammenhängen.

Obwohl die Produktion und der Handel mit Alkohol nach und nach wieder geöffnet werden, liegt es nun an der Industrie, die Art und Weise, wie man Alkohol konsumiert, nach außen und an den Verbraucher zu kommunizieren.

 

In seiner Ansprache sagte Präsident Ramaphosa: „Wir müssen unsere Lehren aus dieser Sperre ziehen und entscheiden, wie wir unsere Gesellschaft vor Alkoholmissbrauch schützen können. Natürlich müssen wir Menschen mit Alkoholproblemen stärker unterstützen, auch durch Rehabilitation und Behandlung. Wir müssen verantwortungsvolles Trinken fördern, insbesondere unter jungen Menschen. Wir müssen hart gegen Alkoholläden vorgehen, die gegen die Bestimmungen ihrer Lizenz verstoßen und Alkohol an Minderjährige verkaufen. Wir müssen außerdem drastische Maßnahmen zur Eindämmung von Alkoholmissbrauch prüfen!“

Hier ist nun eben auch die Weinindustrie gefragt. Das Ziel ist es ein neues Sozialpaket zu initiieren, bestehend aus Interessengruppen, der Spirituosenindustrie und der Regierung. Das kann nur funktionieren, wenn die gesamte Wertschöpfungskette der Weinindustrie an einem Strang zieht.

 

 

 

 

 

 

 

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