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Cape Bordeaux Red Blends – das angesagte Phänomen in der Wein-Welt Südafrikas

Bordeaux Blends in Südafrika

Das Weingut Welgemeend in Paarl produzierte seine erste Rotwein-Cuvée im Bordeaux-Stil im Jahr 1979. Für all diejenigen Weinmacher, die versuchen im Bordeaux-Stil zu keltern, bildet die Rebsorte Merlot oft den Schlüssel und wenn man historisch zurückblickt zeigt uns die Weingeschichte Südafrikas, dass Merlot erst in den 70er Jahren eine weit verbreitete Stellung im Weinbau einnahm – der Kellerei Overgaauw in Stellenbosch wurde 1982 die erste sortenreine Abfüllung eines Merlots zugeschrieben.


Wie kam es in Südafrika also zum Aufstieg des roten Bordeaux-Stils?

In den 70er und 80er Jahren gab es endlich eine Reaktion auf die Machtkonzentration, die bis dahin in der Wein- und Spirituosenindustrie vorherrschte. Mit der Einführung der Gesetzgebung zum Weinursprung in Form von gesetzlich demarkierten Anbauregionen im Jahr 1973, richtete sich die Aufmerksamkeit in Südafrika nun eher auf das Potenzial der einzelnen Terroirs verschiedener Gebiete, als auf das Potenzial multiregional ausgezeichneter Weine.

Während günstige Tafelweine von großen Produzenten lange Zeit das Markenzeichen der südafrikanischen Industrie bildeten, gab es nun eine neue Bewegung in Richtung Qualität. Die Autorität, die Bordeaux in der Welt allgemein innehatte, war ein offensichtlicher Bezugspunkt, und der Aufstieg von Weinen im Bordeaux-Stil entstand, um diese Autorität in einem südafrikanischen Kontext zu nutzen - nach Welgemeend kamen 1980 „Rubicon“ der Kellerei Meerlust sowie ein Jahr später „Paul Sauer“ des Weinguts Kanonkop auf den Markt.

Eine vielleicht noch interessantere Frage ist: Warum nimmt der rote Cape Bordeaux Blend weiterhin eine vorherrschende Stellung auf dem Markt ein?

In gewissem Maße liegt dies selbstredend am nachgewiesenen Erfolg solcher Weine. Zu „Rubicon“ und „Paul Sauer“ gesellten sich im Laufe der Zeit „De Toren Fusion V“, „Rupert & Rothschild Baron Edmund“ sowie die Serien C und M von Vilafonté, um nur einige Beispiele zu nennen.
Trotzdem scheint es verblüffend, dass sich Cape Bordeaux Red Blends so fest im Portfolio südafrikanischer Weine etabliert haben, insbesondere angesichts zweier nicht unbedeutender Nachteile. Der erste besteht darin, dass diese Weine unvermeidlich Cuvées, also Verschnitt-Weine, mehrerer eigenständiger nobler Rebsorten sind und der zweite darin, dass sie typischerweise Merlot enthalten, eine Rebsorte, die unter lokalen Bedingungen fundamentale Herausforderungen im Weinbau mit sich bringt und zu einem eher kritischen Ruf geführt hat, der im Allgemeinen nicht gerade herausragend ist.
In der Welt des Weins, in der Authentizität vermeintlich alles ist, könnte es jedoch als bedauerlich angesehen werden, dass sich so viele Spitzen-Produzenten Südafrikas gezwungen fühlen, eine Region in Frankreich nachzuahmen, um in der Branche als seriös betrachtet und ernst genommen zu werden. Darüber hinaus zeigen Cape Bordeaux Red Blends, dass es immer noch stilistische Unterschiede in den Reihen südafrikanischer Weinproduzenten gibt. Dieses Genre ist dem Establishment vorbehalten. Obwohl dieser Wein-Stil in gewisser Art eine Nachahmung ist, ist es vielen südafrikanischen Weinmachern gelungen sich vom klassischen Stil zu lösen und mit ihren eigenen „New Wave“- Interpretationen in Sachen Bordeaux-Stil zu verblüffen.


Merlot mag im Weinberg vielleicht launisch sein, jedoch sei hier zu beachten, dass Merlot Ende 2019 mit 5 371 ha Rebfläche immerhin doch an achter Stelle der in Südafrika angebauten Rebsorten stand. Es ist durchaus wahr, dass selbst der beste Merlot in Südafrika meistens in Cuvées verschnitten wird, und oft nicht als sortenreiner Wein auf den Markt gelassen wird (natürlich haben viele Kellereien die Herausforderung angenommen, und haben es sich auf die Fahne geschrieben, einen sortenreinen Merlot von großer Klasse herzustellen - eine Herausforderung, der sich Laibach in Stellenbosch und Shannon in Elgin gestellt haben).

Wenn man sich die besten Rotweine Südafrikas anschaut, so scheint es, dass Worte nur Schall und Rauch sind und einen die Rhetorik allein nicht so weit bringt wie finanzieller Gewinn, und so steckt im besagten Cape Bordeaux für viele Kellereien der finanzielle Reiz in der Produktion dieses begehrten Weinstils.

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