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Mineralität in Wein, gibt es das überhaupt?

Mineralität bei Weinen

Mineralität ist ein komplexes Thema in der Weinindustrie und oft als trendy verpönt!
Es wird angenommen, dass der Begriff in den 90er Jahren geprägt wurde und wie die meisten Weinbeschreibungen entwickelt.
„Mineralität ist ein Begriff und nichts was man schmeckt“, sagt Vinpro Winzer Etienne Terblanche.
Mineralität kommt häufiger in kühleren Klimazonen vor, da fruchtige Eigenschaften wie ein Sonnenschutzmittel für die Beeren wirken.
Wein, der in sonnigen oder exponierteren Regionen wächst ist fruchtiger, während Trauben aus kühleren Regionen, die weniger Sonnenschein ausgesetzt sind mineralischer seien.

Mythen beim Weinverkosten

Es heißt, wenn ein Winzer einen mineralreichen Bodentyp hat, werden diese in das Traubengut abgegeben und der Konsument kann diese Mineralität schmecken.
„Das ist ein Mythos“, sagt Etienne,“es gibt Aromastoffe im Wein, die einen bestimmten Geschmack bilden und die Verbraucher haben angefangen diesen bestimmten Geschmack als mineralisch zu empfinden.“
Laut einem Forschungsbericht aus 2017 ist die Beschreibung eines Weins als mineralisch sachlich falsch und irreführend. Die Forschung deutet darauf hin, dass es sich nicht um das Vorhandensein verschiedener Geschmackskomponenten handelt, sondern eher um deren Absenz. Mineralität kann ein stilistisches Konzept sein und eine weit gefasste Beschreibung für Wein.
Der KWV Vitikulturist Marco Ventrella stimmt zu, dass der Begriff Mineralität nicht klar definiert ist und dass es sich auch nicht um einen Geschmacksträger handelt.  „Er ist hoch subjektiv, außerordentlich wandelbar und bei weitem der meist missbrauchte und schlecht definierte Begriff in der Weinsprache“, meint er. „Ein Begriff der hoffnungslos überstrapaziert ist. Im besten Fall ist er für den Verbraucher verwirrend. Im schlimmsten Fall wird dem Wein eine gewisse esoterische Qualität verliehen, was Frucht, Konzentration und Struktur angeht.“

Der Geschmack von Mineralität

Marco glaubt, dass aufgrund der inflationären Nutzung des Begriffs, die Mineralität im Wein existiert, wenn auch nur in den Köpfen.
Nach seiner Erfahrung ist der Geschmack der sogenannten Mineralität im Wein ein Sammelbegriff für eine Kombination von Geschmacksrichtungen, Texturen oder Gaumenerlebnissen.
Dazu gehören Merkmale wie stein- oder kieselsteinartig, zerkleinerte Muscheln, Algen, Kreide, Schießpulver, Salz oder Säure. Es ist nicht nur die erhöhte Säure, sondern eher die Qualität oder der Charakter der Säure. Diese hellt den Wein und die Frucht oft auf.
Mineralität (wo angebracht) ist wichtig, denn zusammen mit anderen Weinattributen ist sie für Ästhetik eines Weins von zentraler Bedeutung.


Unterschiede im Boden

KWV besitzt Weinberge im gesamten südafrikanischen Westkap, deren Böden die Vielfalt der Böden in sämtlichen Provinzen widerspiegelt.
Die charakteristischen Merkmale der Böden setzten sich aus dem Alter der Böden, dem geographischen Gebiet, der Topografie und vielem mehr zusammen. Dazu kommen Klima, Mikroklima, Genetik, Traubensorte und menschliche Interaktion.
„Der Geschmack der Weine kann von alle diesen Faktoren beeinflusst sein, man kann also nicht sagen, Böden aus Granit liefern Wein X. So einfach ist es nicht,“ sagt Etienne.
Dieser Meinung schließt sich Marco an, die Bodenbeschaffenheit ist ein Faktor, den man aber nicht isoliert sehen darf. Es spielen noch Hunderte andere Faktoren eine Rolle, wie sich die Rebe entwickelt und welcher Wein daraus entsteht.
Die Frage, in welchem Verhältnis der Boden zum Geschmack und der Qualität von Wein beiträgt erhitzt die Gemüter seit der Antike!


„Was wir ziemlich genau wissen, ist das Reben nicht den Geschmack des Bodens aufsaugen und dieser sich dann in den Beeren und später im Wein wiederfinden. Es ist so, dass die Wurzeln das aufsaugen, was gebraucht wird. Wenn es einen Überfluss von einem Mineral gibt, werden die anderen etwas zurückgedrängt. Aber die Pflanze wird nicht mehr aufnehmen als sie benötigt.“
Der Boden beeinflusst das Wachstum und die Leistung eines Rebstocks und dies zusammen mit dem Mikroklima, den Anbaukulturen, den Auswirkungen auf das Blattwerk und und und beinflusst wiederum den Wein.

Die Beziehung zwischen Boden und Wein


„Wein besteht aus komplexen Komponenten, aber es ist sicher zu sagen, das das Terroir der Treiber für die Zusammensetzung der Traube ist,“ meint Etienne.

Laut Vinpros Bodenwissenschaftler Johan de Jager ist Terroir eine Kombination verschiedener Faktoren, einschließlich des Klimas, des Bodens und des Hangs. Er erforscht all diese Eigenschaften und studiert die Auswirkungen von kühlerem und wärmerem Klima und glaubt, dass der Boden einen gewissen Einfluss auf den Geschmack des Weins hat.
Dazu gehört auch, wieviel Wasser die Pflanze erhält, da Wasser für das Wachstum der Pflanze verantwortlich ist. Dadurch können mehr Mineralien aus dem Boden gelöst werden.
Böden werden im Laufe der Zeit durch Witterungsbedingungen manipuliert, wenn man die sauren Bestandteile des Bodens entfernt wird es ein geeignetes Wachstumsumfeld für Wein.
„Diese Komponenten gekoppelt mit mineralischen Verbindungen im Boden erzeugt sensorische Eigenschaften,“ so Johan.
Wie genau Boden und Klima sich auf den Wein auswirken ist wissenschaftlich noch nicht genau erforscht.
Südafrikas Böden sind so viel älter und verwitterter als europäische Böden. Das wird bestimmt einen Einfluss auf den Wein haben, doch dieses Thema ist sicher komplexer und schwer fassbarer als es nur auf den Boden und seine Beschaffenheit herunter zu brechen.


(Übersetzt aus Wine Land Magazine, May, Minerality of Wine:Fact or fiction? Lisa Lottering)


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